

Vor 170 Jahren, am Weihnachtsabend 1836, wird Peter Emil Huber geboren
Der Sohn der Zürcher Seidenfabrikantenfamilie Huber-Zundel wird 1855 einer der ersten sieben Maschinenbaustudenten des neu gegründeten Polytechnikums, der späteren ETH. Nach dem Studium arbeitet er zunächst bei den Gebrüdern Sulzer in Winterthur. Einer seiner Lehrmeister ist der geniale britische Ingenieur Charles Brown. Zu diesem Zeitpunkt ahnt noch keiner der beiden, dass der Lehrling Huber gut 25 Jahre später seinen alten Meister mit dessen beiden Söhnen in seiner Fabrik einstellen wird - sie leiten die elektrotechnische Abteilung der Maschinenfabrik Oerlikon.
Obwohl diese Abteilung viele Jahre lang nur Verluste einfährt, ist Huber überzeugt von der Zukunft der Elektrotechnik und investiert weiter in ihren Ausbau. 1891 gelingt der MFO dann der Durchbruch mit einem Versuch, den keiner der Konkurrenten wagte - der Kraftübertragung des Wechselstroms über lange Strecken anlässlich der Internationalen Elektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt.
Die MFO wird weltberühmt und dem Bau von grossen Kraftwerken ist der Weg geebnet. Der Organisator der Ausstellung schrieb noch Jahre später an Huber: "Ich werde nie vergessen, in welch opferwilliger und weitblickender Weise Sie die wichtige Kraftübertragung nach Frankfurt unterstützten, als das geplante Unternehmen fast verloren schien."
Der Verein OERLIKON Industriegeschichten wünscht Ihnen eine schöne Weihnachtszeit. Und viel Kraft und Ausdauer für die Umsetzung Ihrer Pläne und Wünsche in 2007!
Alles Gute und liebe Grüsse aus Oerlikon


Peter Emil Huber und seine Frau Anna Marie Werdmüller haben zwei Söhne, Emil und Max. Emil übernimmt die Leitung der MFO in den 1890er Jahren und wird später als Oberingenieur der Elektrifikation die Gotthardstrecke elektrifizieren. Sein Bruder Max ist drei Jahre lang Präsident des Verwaltungsrats der MFO. 1924 wird er zum Präsidenten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag gewählt. Von 1928 bis 1944 führt er als Präsident das Internationale Kommitee des Roten Kreuzes durch die schweren Jahre des Zweiten Weltkrieges. 1945 nimmt er stellvertretend für das Kommitee den Friedensnobelpreis entgegen.


Auf dem Friedhof Enzenbühl liegt hinter der Kapelle das Familiengrab der Hubers. Hier liegen begraben Peter Emil Huber, dem wir die MFO, die elektrische Strassenbahn in Zürich, die Uetlibergbahn und vieles mehr verdanken, sein Sohn Emil Huber-Stockar, der den Ruf der MFO als Lokomotivbauer begründete und die Elektrifikation der Schweizer Bahnen vorantrieb, sein Bruder Max Huber, der das Internationale Kommitee der Roten Kruzes leitete und ihre Mutter Anna Marie Werdmüller, die lange Jahre Präsidentin des Zürcher Frauenvereins war, einem der wichtigen Sozialwerke der Stadt.

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