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Kontakt Newsletter Sitemap © 2005-2010 AG Industriegeschichte(n) Web-Publishing: Martin Sauter |
Meilensteine der Eisenbahntechnik Die Maschinenfabrik Oerlikon investierte Anfang des letzten Jahrhunderts gut 1 Million Franken in den Bau der Versuchsstrecke Seebach-Wettingen, um die Tauglichkeit von Wechselstrom für die elektrische Traktion zu demonstrieren. Die Strecke war praktisch eine Verlängerung der auf dem Werksgelände verlegten Gleise. Die von der MFO gebaute Versuchslokomotive (Abb. unten) gilt heute als die Urmutter aller Schweizer Elektrolokomotiven und erhielt den Namen “EVA”.
1903 musste der Wechselstrom noch unter Energieverlusten in Gleichstrom umgewandelt werden, weil es noch keinen Motor gab, den man direkt mit Einphasen-Wechselstrom betreiben konnte. Aber schon 1904 konstruierte der technische Direktor der MFO, Hans Behn-Eschenburg, den Einphasen-Motor, der für Jahrzehnte zum wichtigsten Bahnmotor in Europa werden sollte. Ausserdem konstruiert er die Wechselstrom-Netzbremse zur Rückgewinnung von Energie bei Talfahren. 1906 baute die MFO die erste Einphasenwechselstrombahn der Schweiz - die Valle Maggia Bahn. Im gleichen Jahr elektrifizierten die BBC unter Charles Brown die Simplontunnelstrecke mit Dreiphasenwechselstrom. Ihre Lok benötigte zwei separate Stromleitungen und zwei Stromabnehmer. Die SBB beauftragte eine Studienkommission, das für die Elektrifikation geeignetere Stromsystem zu evaluieren - jenes von der BBC favorisierte oder jenes der MFO.
Die MFO hat massgebliche Pionierleistungen für die Elektrifikation der Schweizer Bahnen erbracht und viele berühmte Lokomotiven entwickelt.
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